Aktivenfahrt nach Duinrell - 07.-09.11.2008


 

Die Unitas Hollandia

Wenn das in den kommenden Semestern bei den nächsten Aktivenfahrten so weitergeht, dann müssen wir den Verein wohl bald umbenennen. Ja gut, es ist nur ein Buchstabe mehr, man muss nur das „R“ austauschen und an der Sprechweise ändert sich auch nicht viel. Damit ist dann auch klar wohin der W.k.St.V. Unitas Hollandia mal wieder Segel gesetzt hat, auch wenn es diesmal „nur“ in die Nähe von Wasser und nicht gleich darauf ging.  

Mit 11 Leuten machten wir uns am 07.11. für Rolanden-Verhältnisse pünktlich auf den Weg nach Duinrell in der Nähe von Den Haag. Dort galt es zwei Bungalows – von den vor Kreativität nur so strotzenden Holländern „Duingalows“ genannt – in Beschlag zu nehmen, doch der Reihe nach. Die stattliche Anzahl machte es notwendig mit einem Bulli und einem weiteren Wagen zu fahren und so waren erste Trennungsschmerzen schon auf dem Hinweg vorprogrammiert. Genau genommen wunderten sich Fahrer und Navigator des Bullis, dass noch ein dritter Wagen mit Hamburger Kennzeichen auf der A1 gen Amsterdam fuhr und schon war es passiert. Man könnte natürlich auch bezogen auf den davoneilenden Kleinwagen behaupten, dass die dortige Crew das Vater-Sohn-Rennen gewinnen wollte, doch da hatte man die Rechnung ohne den Utrechter Stadtring gemacht. Immerhin war Hanni so freundlich die vermeintlich zurückgebliebenen nach überstandener Irrfahrt anzurufen, um den richtigen Weg durch zugeben, aber da machte das Siegerteam schon längst Wassenaar – das nächstgelegene Dorf – unsicher, um den flüssigen Teil der abendlichen Nahrung sicherzustellen.

 

Nach intensiver Erkundung des Parkplatzes und ortsüblichen Schranken wurden dann endlich die Bungalows in Beschlag genommen, die zumindest auf den ersten Blick sehr wohnlich aussahen. Problematisch war nur, dass der zweite Blick den zweiten Bungalow traf, der offenkundig gerade erst fertig gestellt war. Es hing ein Geruch von Farbe im Raum und die Toilette funktionierte nicht, aber was die Kombination WC und Geruch angeht sind wir ja schlimmeres gewohnt...  

Der Hohe Senior kann wieder nicht an sich halten (die jugendfreie Version)

Auf jeden Fall ließen wir uns davon nicht lange abhalten und machten uns gemeinsam im Essens-Bungalow – der andere war logischerweise der Party-Bungalow, Struktur muss schließlich sein – über die mitgebrachten Brotvorräte her und wechselten anschließend die Lokalität. Im großen Kreis sprachen wir dann den grünen holländischen Getränken und den deutschen „Baugranaten“ zu und ein gewisser russischer und arabischer Einfluss lässt sich auch nicht leugnen. Auf jeden Fall war es eine gesprächige Runde, die sich viel kürzer als erwartet den mitgebrachten Spielen zuwandte und dabei feststellten musste, dass der ein oder andere gefräßige Werwolf in den eigenen Reihen war.

 

Auf jeden Fall ließen wir uns davon nicht lange abhalten und machten uns gemeinsam im Essens-Bungalow – der andere war logischerweise der Party-Bungalow, Struktur muss schließlich sein – über die mitgebrachten Brotvorräte her und wechselten anschließend die Lokalität. Im großen Kreis sprachen wir dann den grünen holländischen Getränken und den deutschen „Baugranaten“ zu und ein gewisser russischer und arabischer Einfluss lässt sich auch nicht leugnen.  

Wissenschaftlich !!! - qed

Auf jeden Fall war es eine gesprächige Runde, die sich viel kürzer als erwartet den mitgebrachten Spielen zuwandte und dabei feststellten musste, dass der ein oder andere gefräßige Werwolf in den eigenen Reihen war.

Das es spät wurde muss an dieser Stelle ja eigentlich nicht extra erwähnt und dass meine Wenigkeit den Ausflugsort des Sonntags in Bezug auf die körperliche Konstitution einen Tag vorzog, belasse ich dann mal in der kurzen Ausführung. Der Rest der Crew machte sich auf jeden Fall nach gemeinsamem Frühstück auf den Weg nach den Haag, um die lokalen Sehenswürdigkeiten in Augenschein zu nehmen – man munkelt, dass dabei ein ganz außerordentlicher Schnellimbiss mit schottischen Wurzeln entdeckt worden ist. Zurück im beschaulichen Ferienpark wurden flugs die Schwimmsachen gepackt und das Tiki-Bad, man sollte wohl besser Wasserwelt sagen, zu entern. Voller Eroberergeist wurden die zahlreichen Rutschen in Beschlag genommen und das ein oder andere Mal auf dem Lazy-River durch das Fledermausland gedümpelt. Beinahe logischerweise war es der einzige Rutschenskeptiker, der für die größte Action-Einlage sorgte. Der halb blinde Autor konnte und wollte auch im Schwimmbad nicht auf seine Brille, aber auch nicht komplett auf das Rutschen verzichten und schon beim zweiten Anlauf kam er mit einer Beule mehr und einer Brille weniger aus dem „Moonlight“ - oder war es das Starlight. Was auch immer die Bademeister zu sich genommen hatten, an deren Ruhe und Teilnahmslosigkeit war nicht zu rütteln und so wurde das Spezialeinsatzkommando „Gilligan-EF“ ein weiteres Mal in den Höhlenschacht geschickt. Der spektakuläre – und vom Bundestag natürlich abgesegnete – Auslandseinsatz der KSR (KommandoSpezialRolanden) war von Erfolg gekrönt und auch aus den Handgreiflichkeiten in der zweiten Etage des Bades konnten wir uns raus halten.

 

So machte sich die hungrige Meute geschafft, aber hungrig zurück auf die heimische Terrasse, um da den Grill an zuschmeißen.  

Zottel zauberte in der Küche Nudeln und der hohe Senior war selbstredend für die Fleischportionierung zuständig. Nachdem alle gesättigt waren, widmete man sich diversen Spielen, wie Familienduell (Der Fall Jakoby gegen Holtmann), Scotland Yard (Hanni wird verfolgt) und dem besonders lustigen Hexenjagd, wo Nanni unbedingt aufhören sollte zu lachen....

 

Brisingr - Die weisheit des Feuers

In Anbetracht der Tatsache, dass wir am nächsten morgen schon um 10:30 die Bungalows geräumt haben mussten, machte sich ein Großteil recht frühzeitig auf den Weg in die Doppelbetten. Dass die Wände dabei so dünn waren, dass man statt 2er-Zimmern auch gleich einen großen Schlafsaal hätte bauen können, durfte ein Duo ja schon am Vortag erfahren – nech David ;-)  

 

Gut ausgeschlafen konnten wir uns aber beim Frühstück schon an höchst komplizierten, demokratischen Experimenten versuchen, schließlich war ja noch viel Zeit zwischen Verlassen des Ferienparks und der endgültigen Rückkehr nach Münster. Wirklich einigen konnte man sich aber nicht (Strand, den Haag, Amsterdam) und doch ergab das letzte durch zählen eine widerwillige Mehrheit für den Haag und unter diesen Vorzeichen wurden die Bungalows geräumt.

Gruppen-Leiden :-)

Wie es in einer guten Demokratie gang und gäbe ist, wurde der Kompromiss aber geringfügig umgewandelt und man beschloss spontan nach Leiden zu fahren, was jedem Münsteraner ein Begriff sein dürfte. Das klappte auch erstaunlich gut, auch wenn die beiden Fahrer sich nicht immer über das Tempo einig waren und nach einem kleinen Stadtrundgang durch die Innenstadt teilte sich die Gruppe. Eine Hälfte ging ins „Rijksmuseum van Oudheden“, der andere Part machte sich auf die Suche nach Kaffee und einer Mittagsmahlzeit (wo die wohl gelandet sind!?!?). Der gesteckte Zeitplan sorgte dann dafür, dass sich auch im Museum alles flugs verteilte, denn ägyptische, griechische und römische Antike, neben niederländischer Vor-und Frühgeschichte, mumifizierten Tieren und Iran aus der Luft waren ein straffes Programm für 2 Stunden.  

 

 

Trotzdem schaffte man mit nur 3-minütiger Verspätung die Rückkehr zu den Gefährten und man konnte sich auf den endgültigen Weg nach Hause machen. Der wurde zum Schlafen, Lesen, Löcher in den Bauch fragen und letztendlich auf deutscher Seite zu leider nicht geschossenen Fotos genutzt.  

Heimweg mit einem Abstand, der so manch fotogenen Aktiven freuen dürfte

18:22 dürfte durchaus als sehr humane Zeit für eine Rückkehr von einer Aktivenfahrt gelten und das spiegelte sich auch in der guten Laune der Reisegesellschaft wieder, auch wenn das Schlafbedürfnis allgegenwärtig war. Was soll's, wozu gibt’s schließlich die Uni und Aktivenfahrt ist ja nur einmal im Jahr – von mir aus gerne wieder nach Holland.

 

Ein begeisterter Hollande

 


© 2008 Unitas Rolandia zu Münster